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Mitteldeutsche Zeitung          Wittenberg                       WBG Sonnabend, 12. November 2005       11


Rückkehr an Gründungsort
Kulturbund: Tag der offenen Tür am Montag im neuen Domizil KT
 
Wittenberg/MZ/mac. Der Kulturbund ist zurückgekehrt. In das Haus, wo er 1946 gegründet wurde. „In einem Raum hinter der Bühne war das“, hat Geschäftsführer Horst Trog herausgefunden. Genau dort hat der Kulturbund zwar nicht sein neues Domizil, dafür aber in dem Gebäudekomplex, der heute KTC genannt wird und dessen Zukunft angesichts der Investition am Arsenalplatz ungewiss ist.
Früher, weiß der langjährige Kulturbund-Vorsitzende Dieter Schäfer, war es das Hotel „Zur Reichspost“. Später hatte die Familie Muth das Gelände gekauft und einen prächtigen Saal errichtet - dort, wo heute der Parkplatz ist, war damals ein schöner großer Kaffeegarten. Anfang der 50er Jahre residierte 
der Kulturbund, der in seinen besten Zeiten 1800 Mitglieder gezählt haben soll, im Hans-Heinrich-Franck-Klub an der Ecke Puschkin/Berliner Straße. Dort musste er 1997 ausziehen - in die Schulstraße. Weil die Stadt den Block dem Pflegeheim offerierte, war wiederum ein Umzug unvermeidlich.Nun wieder ins Stadtzentrum, was den Kulturbund-Mitgliedern, 110 sind es, gefällt. Die Lutherstraße ist besser erreichbar als die Schulstraße. Zwar ist es etwas enger, dafür sind die Räume höher,. Einzig problematisch sei, dass die Treppen bis zur zweiten Etage älteren Menschen zu schaffen machen. Mit „großzügiger Unterstützung der Stadt“, betonen Schäfer und Trog, seien die Räume hergerichtet worden.  Wände wurden entfernt, Fußboden und Sanitäranlagen saniert. Dabei haben Kulturbund-Mitarbeiter kräftig angepackt. Um das neue Domizil zu präsentieren, wird an diesem Montag ein Tag der offenen Tür veranstaltet. Ab 15.30 Uhr sind die Räume zugänglich (Eingang Lutherstraße 41/42) und es wird über die Fach- und Interessengruppen - etwa Botaniker, Numismatiker, Geologen, Malzirkel, PC-Club oder Wandergruppe - und die der Gäste wie Imker und Urania informiert. Anlässlich des 60-jährigen Bestehens ist auch die Entwicklung des Kulturbundes Thema. Ein Galeriegespräch soll ebenfalls stattfinden (17 Uhr). Rede und Antwort steht Amateurfotograf Bodo Beuster.
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