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     Die Malschule des Kulturbundes

Hans Georg Wranik hat die künstlerische Leitung
An jedem Dienstag ( 9.30 Uhr) treffen sich Frauen und auch Männer zum Malen in der Lutherstraße 41 /42
Der Malzirkel gehört zur Selbsthilfegruppe "Kreatives Gestalten für Senioren, Vorruheständler und Arbeitslose" und wird vom Land unterstützt. Die künstlerische Leitung hat Hans Georg Wranik übernommen. Der 80-jährige, einst beim Theater tätig, hat das Malen schon als Kind von Grund auf gelernt und später studiert.   Er kann alles und gibt seine Kenntnisse gern weiter. Daß gerade Hans Georg Wranik den Zirkel leitet, ist für alle ein großer Gewinn.  siehe auch " Schön war die Zeit ! " Gemalt werden Blumen, Stadtansichten oder Landschaften in verschiedenen Techniken. Vorwiegend sind es Aquarelle, aber auch Ölbilder oder Bleistiftzeichnungen.
Im Zirkel geht es aber nicht nur um das Malen. Frauen, die nicht mehr, oder zeitweise nicht im Arbeitsprozeß stehen, können im Kulturbund Mußestunden verbringen, die ihnen ganz allein gehören.  Bis jetzt sind alle dabei geblieben - nur wer weggezogen ist oder wieder Arbeit bekommen hat, hat den Zirkel verlassen. Neue Mitglieder kommen zumeist durch Mund-zu-Mund Propaganda zur Gruppe.

Mespelbrunn

Und so schreibt die Presse

Kräftiger Tulpenstrauß
und zarte Magnolienblüten
Solo-Ausstellungfür Malzirkel-Mitglied Sibille Stahlberg beim Kulturbund im KTC

         Sibille Stahlberg, die in der Kleinen Galerie ausstellen wird, zeigt          Hans Georg Wranik, Leiter                  Der Tulpenstrauß, gemalt vom Sibille Stahlberg.       Fotos: Gretha Breuer
ihre Bilder                                                                                                         Malzirkels beim Kulturbund 
 
Der Malzirkel des Kulturbunds eröffnet am Dienstag, dem 24. Februar, um 10.30 Uhr eine Ausstellung von Sibille Stahlberg.

Wittenberg Ihr). In der Kleinen Galerie im KTC an der Luther-straße 41 sind dienstags von 10 bis 14 Uhr und nach Vereinba- rsng voraussichtlich bis Ende April Bilder der Wittenbergerin zu sehen.
Sibibille Stahlberg hat ein offen- sichtliches Faible für Blumen:
Kräftige Sonnenblumen, rosa Nel-ken, zarte Mohnblumen, urwüch- sige Wildrosen und ein aufge-blühter Tulpenstrauß fallen ins Auge. Sie malt aber auch Landschaften, Porträts von Familien-mitgliedern, Tiere und Stilleben 
Bei den Maltechniken ist sie
ebenfalls vielseitig, auch wenn sie
 

ihren Pinsel hauptsächlich in 
Acrylfarbe taucht. “Aber ich ver- wende ebenso Ölfarbe, Pastell kreide, male Aquarelle oder zeichne“, erzählt die Hobby- Künstlerin.“Das hängt nicht nur vom Motiv ab; vielmehr habe ich Phasen, in denen ich nur mit Pastellkreide arbeite und irgendwann wieder zu Acrylfarbe greife." All diese Techniken sind auch in der Ausstellung zu sehen.
Schon als Kind hat Sibille Stahl- berg gern Porträts mit dem Blei- stift gezeichnet. An der Volks- hochschule hat sie an Aquarell-, Pastellmalerei- und Zeichenkur sen teilgenommen, bevor sie 
1999 durch Mund-zu-Mund-Pro paganda aum Malzirkel gestoßen ist. Für ihre Motive wie erwa die Blumen bedient sich die gebürtige  Vogtländerin, die seit 1964 in Wittenberg lebt, ihrer Erinnerung. 
“Wenn jemand die Blütenblatter nachzählt und das nicht der Realität entspricht, ist das künstlerische Freiheit“, stellt sie ruhig lächelnd fest. Als Vorlagen yerwendet sie aber auch Fotos und Abbildungen aus Zeitungen - mit Einschränkungen: “Ich male nur, was ich selbst gesehen oder erlebt habe.“ Sibille Stahlberg besitzt aber auch unvollendete Werke:
“Das hängt mit der Tagesform zusammen. Manchmal merke ich einfach ‘Das wird nichts´ “, schmunzelt sie über sich selbst.
Nicht wie
in der Schule


Selbst wenn die Wittenbergerin bereits künstlerisch vorbelastet 
war, bevor sie zum Malzirkel
gekommen ist, hat sie dort doch einiges dazugelernt: “Ich hatte vor 1999 noch nie mit Öl gemalt, habe es hier bei Herrn Wranik das erste Mal versucht und schließlich erlernt.“ Die Rede ist von Hans Georg Wranik, der den Malzirkel von Beginn an seit über zehn Jahren leitet. “Von ihm habe ich mir über die Jahre viel abgeguckt, z.B. die Hintergrundgestaltung“, lobt Sibille Stahlberg. “Trotzdem ist es nicht wie in der Schule, sondern ganz locker, so dass der Malzirkel eine schöne Freizeitgestaltung ist.“
Auch Hans Georg Wranik selbst fällt zu seinem Malzirkel als Erstes die Ungezwungenheit ein “Alle können malen, was sie wollen: Acryl, Aquarell oder Öl, was Spaß macht. Und jeder kann zu uns kommen.“
  Im Moment müssten es heißen, dass jede in den Malzirkelkommen kann, doch nicht immer ist es eine reine Frauenrunde gewesen. “Wir hatten auch mal zwei Lehrer dabei“, erinnert sich Wranik.
Der agile über 80-jährige hat 25 Jahre lang als Tenor im Chor des Elbe Elster Theaters Wittenberg, dem ehemaligen Mitteldeutschen Landestheater, gesungen “Bei Not am Mann habe ich auch mal Bühnenbilder entworfen oder Porträts von den dortigen Künstlern gemacht“ Seine Kenntnisse und Fertigkeiten hat er sich im polnischen Raciborz bei Katowice angeeignet, wo er Malerei, Grafik, Plastik ond Bühnenbild studiert hat. Heute geht er im Malzirkel langsam um die Tische herum, sieht sich die Bilder an, erklärt, verbessert, hilft und beantwortet Fragen.