Der Neubeginn 1990
Im Jahr 1990 brach der DDR-Apparat des
Kulturbundes zusammen, die Bezirksleitung verschwand und damit auch die
Finanzierung des Personals in Wittenberg. Der Klub der Intelligenz ging
von einem Tag zum anderen unter, seine "geborgte Exklusivität" war
nicht mehr gefragt. (Akademiker suchen sich ihre Treffpunkte selber, die
Gehälter machen jetzt den Unterschied.)
Um den Kulturbund zu retten, wurde
der Vorstand neu gewählt und, entsprechend den von den alten Bundesländern
zu übernehmenden Gesetzen, die Aufnahme in das Vereinsregister beantragt.
Seit dem 2. November 1990 ist der
Kulturbund Wittenberg e.V. ein
unabhängiger selbständiger Verein. Der Kulturbund e.V.
erklärt sich in seiner Satzung
- zur eigenständigen
und überparteilichen Organisation.
- Er tritt für eine
freie, demokratische Kultur ein und fördert die Begegnung der
Weltkulturen.
- Er will eine kulturelle
Bürgerbewegung sein, die auf Freiwilligkeit und Gemeinnützigkeit
beruht.
- Er ist offen für
alle Bürger und Vereinigungen, ungeachtet ihrer weltanschaulichen,
religiösen
und politischen
Bindung. |
Der Vorstand versuchte, das Haus für
die Stadt zu erhalten, schließlich hatte es als Hans Heinrich Franck
Klub gute Tradition.
Einmal sollte es Vereinshaus werden,
dann soziokulturelles Zentrum nach westdeutschem 68er.Ideal. Schließlich
stolperte man über die Fallstricke des Einigungsvertrages: Der Mietvertrag
war um eine Woche zu jung. Das
Haus ging an die Erben zurück.
Die Stadt stellte uns ab Januar
1998 Räume in der Kinderkrippe „ Struppi“ im Neubaugebiet zur Verfügung.
Wir änderten unser Profil,
wurden kulturelle Dienstleister, und öffneten uns anderen Vereinen:
z.B. Imkerverein, Gesangverein der Sudetendeutschen, usw.
Besonders entwickelten wir die kreativitätsfördernden
Bereiche, Aquarell- und Ölmalerei, Kreatives Gestalten, Blumengestecke
und alles, was Erfolgserlebnisse schafft.
Die kleine Galerie war die Einzige
im Neubaugebiet.
Der Computerklub ist der älteste
in Wittenberg.
Der Kulturbund finanziert sich durch
Nutzung des Hauses, Mitgliedsbeiträge und durch Fördermittel
von Stadt und Landkreis.
Der Kulturbund koordiniert die Nutzung
der Räume, (für Nichtmitglieder in der Regel entgeltlich). Für
die Mitglieder des Kulturbundes, seine Fachgruppen, Interessengemeinschaften
und Freundeskreise, sowie für Vereine und Bürgerbewegungen des
Kreises besteht bestehen hier Möglichkeiten zu Versammlungen und Vereinstätigkeit. |
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Die 22 Interessengruppen und die im
Hause Gastrecht genießenden Vereine wirken positiv im Kreis Wittenberg,
dazu einige Beispiele:
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Die Fachgruppen für Ornithologie,
Botanik, Geologie, u. der Imkerverein betreiben aktiven Bestands-
und
Artenschutz im Kreisgebiet.
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Die Interessengruppen für Fotografie,
Heimatgeschichte, Wandern, Philatelie, Numismatik, Philokartie, Denkmalpflege
leisten Beiträge zur Erforschung u. Popularisierung der Heimatgeschichte,
Bonsai, Computerklub.
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Regelmäßige Gestaltung der
Kleinen Galerie, In den Vordergrund rückt jetzt auch die soziale Funktion,
in einer Stadt mit hoher Arbeitslosigkeit den Menschen den Lebenssinn zu
erhalten.
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Zurück an den Gründungsort
Am 21. September 2005 nahm der Kulturbund
Wittenberg e.V. im Kultur-und Tagungszentrum in der Lutherstraße
41 / 42 seine Tätigkeit in neuen Räumen auf. Das Gebäude
der Kinderkrippe wird vom "Seniorenheim am Lerchenberg" genutzt, die Stadt
bot uns die neuen Räume in der Lutherstraße an und unterstützte
uns bei Einrichtung und Umzug. Jetzt war der Kulturbund wieder da, wo er
im März 1946 gegründet wurde.Nach Umbauarbeiten durch
die Stadt und Renovierung durch Mitglieder des Kulturbundes wurde es ein
schönes Domizil.
Auch den Umzug bezahlte die Stadt, sie schätzt unsere Tätigkeit.
An die Treppen mußen bis zum 2. Stockwir uns gewöhnen, aber
den zunehmend älteren Besuchern fällt das Treppensteigen jetzt
schwer..
Das Haus wurde etwa 1890 gebaut als "Hotel zur Reichspost", dann "Muths
Festsääle", später Haus der Schaffenden "Maxim Gorki" und
jetzt "KTC". Hinter der Bühne wurde im März 1946 der Kulturbund
Wittenberg gegründet. |
Und wieder ein Umzug
Im Januar 2011 ziehen wir wegen einer Brandschutzauflage in das ehemalige
"Cafe Mona" in der Lutherstraße 43 a ,unweit des bisherigen Standortes.
Die Stadt hilft uns auf Beschluss des Stadtrates sehr , wbei die Lage der
Räume zu ebener Erde ein großer Vorteil ist.
Damit würdigt die Stadt unsere soziale Funktion, besonders den
Einsatz für die "Selbsthilfegruppen"
Kulturbund Wittenberg e.V. Lutherstraße 43a
Telefon/Fax: 03491-886371
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