„Natur und Wandern
sind meine Ideale.“
Thea Krüger
Fast 30 Wanderfreunde haben sich an diesem Samstag an
der Haltestelle „Hirschsprung“ versammelt, meist Frauen, nur wenige Männer
sind dabei. Es ist eine fidele Truppe, die öfter zusammen kommt, um
auf Schusters Rappen die Gegend zu erkunden. Sie fußt auf der beim
Kulturbund angesiedelten |
„IG Wandern“, die es
seit mehr
als 30 Jahren gibt. Gegründet hat sie einst der
Kreiswegemeister Walter Kemnitz, der Schutzhütten baute und Wege markierte.
„Er kam“, weiß Rosemarie Geinitz, „aus der christlichen
Wander- jugend und ist immer gern gelaufen. Irgendwann entstand dann die
Gruppe.“ Das gemein- same Wandern sei nicht nur gut für die Gesundheit,
sondern auch für die Seele, sagt die Witten- bergerin, die später
die Organi- sation übernommen hat und |
gemeinsam mit
anderen die Touren vorbereitet. Sie hat mit- gezählt und kommt auf
die 325. Wanderung, die am vergangenen Wochenende stattfand. Meist schnüren
die Naturfreunde einmal pro Monat die Stiefel. Im Januar etwa ging es nach
Gallin, im März sind Ochsenkopf und Radis das Ziel, im April das Technikum
Hugo Junkers in Dessau, im Mai stehen Euper, Woltersdorf und Bülzig
auf dem Programm, im Juni wartet eine „Kunstwanderung“ von Wiesenburg nach
Belzig. |
. Die Strecken für
die stets öffentlichen Wanderungen bewegen sich bei 18 bis 20 Kilometer.
Und dass nicht nur stur gelaufen wird, versteht sich von selbst. Rosemarie
Geinitz: „Einer weiß was über Vögel zu erzählen, der
andere kennt Pflanzen, der dritte versteht was von Literatur.“ Sie singen
zudem und trinken auch schon mal ein Gläschen. Etwa einen Kräuterschnaps,
den hat Herma Köhn dabei, sie möchte anstoßen auf ihren
Urenkel Carl,
der Ende Januar das Licht der |
ein wenig enttäuscht
zeigt
- „der ist eher was für Radfahrer“. Ein anderes
Problem ist für sie
der Mangel an Gruppenrabatten bei (Privat)bahn- und Busverkehr.
Was Rabatte betrifft, hat auch Ingeborg Mucke eine Überlegung angestellt.
Sie findet: „Wir tun
hier eine Menge für unsere Gesundheit. Eigentlich
müsste
das mit niedrigeren Kranken- kassenbeiträgen honoriert
werden.“ |